Der RP Global Real Estate, seit knapp zwei Jahren wieder für Anleger geöffnet, erzielte 2015 einen Wertzuwachs von 5,76 Prozent. Es ist mucksmäuschenstill geworden um die einst bei Anlegern so beliebten ImmobilienDachfonds. Im Zuge der Krise bei offenen Immobilienfonds mussten fast alle Anbieter ihre Produkte schließen und abwickeln. Nur einem gelang es, seine Tore für Investoren erneut zu öffnen, dem RP Global Real Estate. Nach dreijähriger Schließungsphase ging das Fondsmanagement ab Ende März 2014 wieder auf Renditejagd. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr konnte der Fonds einen Wertzuwachs von 5,76 Prozent verbuchen. “4x4-Strategie” “Wir wollen durchschnittlich mindestens vier Prozent Rendite für unsere Anleger erwirtschaften und nehmen dafür eine Volatilität von etwa vier Prozent in Kauf”, sagt Fondsmanager Christian Roch, Geschäftsführer des Kölner Vermögensverwalters RP Rheinische Portfolio Management. Außerdem sollen vier Anlagebereiche in den Fokus genommen werden. Roch nennt das neue Anlagekonzept deshalb die “4x4-Strategie”. Er tätigt Investments in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, Absolute Return und liquide Alternative Investments. Der Schwerpunkt liegt auf Anlagen, die stetige und regelmäßige Erträge erzielen. Seit einigen Monaten sind die Änderungen auch im neuen Fondsnamen RP Immobilienanlagen & Infrastruktur sichtbar. Der sei dem Charakter nach ein defensiver vermögensverwaltender Fonds mit starkem Immobilienbezug, so Roch. Infrastruktur als “i”-Tüpfelchen Die zusätzlichen Freiheiten nutze er, um im Infrastrukturbereich interessante Investments zu tätigen. Langfristig erwartet der Fondsmanager hier sehr gute Renditen. Zum einen müssten viele Industriestaaten ihre marode Infrastruktur erneuern, zum anderen hätten Schwellenländer in diesem Segment großen Nachholbedarf. Vor allem im aktuellen Niedrigzinsumfeld sieht sich das Management gut gerüstet. “Zwar müssen wir nun mehr Schwankungen hinnehmen als früher, doch können wir die Chancen verschiedener Märkte nutzen. Insgesamt sind wir zuversichtlich, auch in schwierigem Fahrwasser Wertzuwächse zu erzielen”, zeigt sich Roch zuversichtlich. (mb)