Die größten Vorurteile zu nachhaltigen Investments — und was dran ist
10. Oktober 2019
FONDS professionell

Guten Gewissens Geld anzulegen liegt voll im Trend. Allerdings gibt es zu vielen Aspekten Klischees und Vorbehalte aufseiten potenzieller Investoren. Die Marketing-Maschinerie spinnt zudem einige alte Konzepte zu einer grünen Erfolgsgeschichte um. Anlegern fällt daher die Orientierung schwer.

Immer mehr Asset Manager schreiben sich den Kampf gegen den Klimawandel sowie die Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten und soziale Standards auf die Fahnen. Das Angebot an Nachhaltigkeitsfonds wächst: Mehr als 600 Portfolios zählt das Analysehaus Scope bereits zum nachhaltigen Universum. Die zunehmende Vielfalt macht Anlegern und ihrem Beratern die Auswahl passender Fonds nicht unbedingt leichter.

Zumal das vehemente Engagement vieler Anbieter bisweilen einen faden Beigeschmack hat. „Liest man die Mitteilungen von Fondsgesellschaften, könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich sehr viele schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, sehr intensiv mit ökologischen, sozialen und Governance-Aspekten, kurz ESG, auseinandersetzen“, schreiben die Experten der RP Rheinische Portfoliomanagement in einer umfassenden Analyse des Marktes.

Tatsächlich sei das Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage nicht neu. „Allerdings drängt es jetzt mit einer derartigen Intensität in den Vordergrund, dass es nicht überrascht, wenn so manches Angebot Zweifel weckt, ob hier wirklich der nachhaltige Gedanke oder eher der reine Verkaufsaspekt dominiert“, so die RP-Analysten, die ein eigenes ESG-Rating entwickelt haben. Der Verdacht drängt sich auf, dass hinter so manchem grünen Anstrich tatsächlich noch die alten, grauen Grundmauern stehen..

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