Die Zeit im Blick
30. April 2020
FONDS professionell

Sind Portfoliomanager erfolgreicher, wenn ihre variable Vergütung an die langfristige Performance ihres Fonds gebunden ist? Eine Spurensuche.

Welcher Asset Manager bietet die besten Fonds? Um die Neugierde von Anlegern und Finanzberatern zu befriedigen, veröffentlichen Ratingagenturen regelmäßig entsprechende Rankings. Scope zufolge ist MFS die beste große Investmentgesellschaft. Per Ende 2019 trugen zwei Drittel der hierzulande zugelassenen MFS-Fonds ein Toprating von Scope. Bei den kleinen Häusern lag zuletzt Lupus Alpha vorn, die Frankfurter Boutique kommt auf eine Topfondsquote von 88 Prozent. Morningstar fährt eine ähnliche Analyse, kommt aber zu einem anderen Ergebnis.Demnach hat aktuell Baillie Gifford das europaweit beste Angebot: Die Fonds der Schotten tragen im Schnitt 4,1 von fünf möglichen Morningstar-Sternen. 

MFS, Lupus Alpha und Ballie Gifford eint nicht nur ihr gutes Abschneiden in Asset-Manager-Rankings, sondern auch ein anderer Punkt: Sie legen besonderen Wert auf eine langfristige Perspektive. Zwar betont fast jeder Fondsmanager, wie wichtig ihm der lange Atem sei – schließlich würde er investieren und nicht spekulieren. Doch die drei genannten Häuser zählen zu den Anbietern, bei denen die Ausdauer gewissermaßen institutionalisiert wurde: Sie haben die variable Vergütung ihrer Fondsmanager an die langfirstige Outperformance gekoppelt. Ob ein Manager auf Sicht von zwölf Monaten vor dem Index oder seinen Mitbewerbern liegt, spielt für den Bonus keine Rolle…

 

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