Hoffnung in turbulenten Zeiten
1. November 2019
Citywire Deutschland

Schwellenländer haben ein weltweit größeres Wachstumspotenzial als die Industrienationen. Schaut man auf das Gewinnwachstum, hat der breite Schwellenländermarkt dieses Potenzial seit 2017 aber nicht mehr ausgeschöpft. In diesem Jahr könnte es sogar ein negatives Gewinnwachstum pro Aktie geben.

Eine Outperformance von Schwellenländeraktien ist trotz schwieriger Voraussetzungen möglich, wenn man auf die richtigen Aktien setzt. Dass ein Schwellenländer-Exposure gut überlegt und ausgeführt sein will, zeigten zuletzt auch einige makroökonomische Schocks, die die Risiken von Schwellenländeraktien verdeutlichten. 

Dazu gehörte der überraschende Sieg des linkspopulistischen Duos Alberto Fernández und Cristina Fernández de Kichner bei den argentinischen Vorwahlen und ihr anschließender Wahlerfolg bei der Präsidentschaftswahl am 27. Oktober. Doch auch die Industrierezession und der Handelskrieg zwischen den USA und China haben die Volkswirtschaften von Schwellenländern beeinträchtigt. 

Schließlich ist China mit einem Anteil von 33 Prozent die größte Volkswirtschaft innerhalb des MSCI Emerging Markets Index. Seit 2018 zeigt sich eine klaffende Wachstumslücke zwischen dem MSCI World und dem MSCI Emerging Markets Index. Die Hoffnung ist aber, dass es mittlerweile zu einer Bodenbildung gekommen ist. Ab 2020 könnte sich laut Lazard AM jedenfalls wieder ein deutlich höheres Gewinnwachstum bei Schwellenländertiteln im Vergleich zum S&P 500 abzeichnen. 

Schwellenländeranleihen konnten unterdessen vor allem vom Niedrigzinsumfeld in Europa und den USA profitieren, denn sie boten Anleiheinvestoren eine Alternative zu niedrig tentierenden Anleihen aus den USA oder Europa..

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